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Ein Weihnachts-Impuls der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

Krippenkind und Kaiserkult

Weihnachten in anderen Religionen

Unterrichtsmaterial

Tipps der Medienzentrale

 

… nur noch kurz die Welt retten

Im Advent richten Christen ihre Erwartungen nicht nur auf das Kind in der Krippe

Wann beginnt eigentlich die „Weihnachtszeit“? Viele erleben den größten Teil des Dezembers mit Adventskalendern, Weihnachtsbaum, Weihnachtsmarkt, Lichterketten und Weihnachtsgebäck als eine vierwöchige Weihnachtszeit, die dann mit den Familienbesuchen und der Bescherung an den Feiertagen endet. Dabei fängt Weihnachten erst in der Nacht zum 25. Dezember an.

Die Kirchen laden in den knapp vier Wochen des Advents dazu ein, noch ganz andere Dinge als das bevorstehende Geburtsfest zu bedenken. Die Ankunft (lateinisch »adventus«), auf die alle warten, beschränkt sich nicht auf die Geburt des Kindes in der Krippe in Betlehem, sondern hat weitreichende Folgen für die gesamte Menschheit: die Rettung der Welt! Die biblischen Bilder stammen dabei nicht nur aus dem Neuen, sondern auch aus dem Alten Testament, der hebräischen Bibel. Dabei hat jeder Adventssonntag seinen eigenen Akzent.

Am 1. Advent heißt es: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit! Es kommt der Herr der Herrlichkeit.“ Das Lied zum 1. Advent ist eine Vertonung des Psalms 24 aus der hebräischen Bibel. Damit ist ursprünglich nicht das Christkind gemeint. Eine andere biblische Geschichte wird am 1. Advent erzählt: die Ankunft des erwachsenen Jesus in Jerusalem auf einem Reitesel. Am Straßenrand jubeln ihm die Leute zu und grüßen ihn mit grünen Zweigen: Hosianna! Da kommt der neue König, unser Retter! – Diese Ankunft des Jesus Christus in Jerusalem deutet über Weihnachten hinaus auf sein Kreuz und seine Auferstehung: Aus dem »Hosianna« wird das »Kreuzige ihn!« Die Kirchen machen damit deutlich: Der, den wir erwarten, ist der, der für uns sterben und von den Toten auferstehen wird – und dadurch die Menschen und die Welt rettet.

Der 2. Advent wagt den Blick in die Zukunft. Da erscheint Jesus nicht als Kind in Betlehem und auch nicht als Erwachsener in Jerusalem, sondern als Weltenrichter vom Himmel – zum Jüngsten Gericht. »O Heiland, reiß die Himmel auf«, heißt es im Adventslied. Das Szenarium des Weltuntergangs ist ein Abbild der Ängste der Menschen vor Zerstörung, Untergang und Tod. Gleichzeitig sind diese Szenen ein Bild der Hoffnung auf Rettung aus Untergang und Zerstörung. – Dafür steht nicht zuletzt das harmlose Jesuskind in der Krippe, das auf geheimnisvolle Weise die Macht hat, uns Zugang zum Himmel zu verschaffen.

Am 3. Advent wird es asketisch: Nach der Bibel war es Johannes der Täufer, der die Ankunft Jesu unmittelbar vorhergesehen hat. Auch diese Geschichte weist über die Geburt des Kindes hinaus. Sie verweist auf das Erscheinen des Jesus von Nazareth am Jordan, um sich von Johannes taufen zu lassen. Die Botschaft von Johannes dem Täufer ist auch die Botschaft des Jesus Christus: Kehrt um, ändert euer Leben von Grund auf, bevor es zu spät ist. – Nur so könnt ihr euch und andere retten! Johannes bezeichnet sich als »Rufer in der Wüste«. Seine Aufforderung, zu büßen und umzukehren, ist in der Vorweihnachtszeit am schwersten zu ertragen. Der 3. Advent beweist: Der Advent war ursprünglich eine Zeit der Buße und des Fastens.

Der 4. Advent gehört ganz persönlich dem Mädchen Maria aus Nazareth. Das Kind ist noch nicht geboren. Die Reise nach Betlehem hat noch nicht begonnen. Im Lukasevangelium (Kapitel 1) singt Maria das Lied der Befreiung: der Befreiung für die Unterdrückten, der Freiheit für die Frauen, der Rettung für die Verachteten. Sie erkennt in ihrer Schwangerschaft, die so unerwartet kommt, ein Zeichen der Hoffnung, das Gott ihr gesandt hat. Sie erkennt: Gott ist der Befreier von Unterdrückung und Knechtschaft. Gott rettet die Welt – da ist sie sich sicher. Jesus, das Kind, kommt erst am 4. Advent in den Blick.

Die knapp vier Wochen „Advent“ weisen darauf hin, worum es auch geht: Euch ist heute der Retter geboren, welcher ist Christus der Herr. Diese Rettung ist allumfassend. Sie befreit von Zerstörung, Untergang und Tod, sie gilt Frauen und Männern, Jung und Alt: der ganzen Welt. Friede auf Erden.

Weihnachten fängt erst an Heiligabend an Wer sich im Advent auf die Themen der Adventszeit besinnt, wer sich das Weihnachten-Feiern für die Feiertage bewahrt, der wird mit einer zwölftägigen Weihnachtszeit beschenkt: Denn Weihnachten beginnt am 25. Dezember und dauert bis zum 6. Januar.

Von Veit Dinkelaker

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Foto: Templermeister (pixelio)

 

Krippenkind und Kaiserkult

Religion, Politik und Gesellschaftskritik in den biblischen Geburtsgeschichten

„Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging … .“ Die bekannten Verse der Weihnachtsgeschichte aus dem Evangelium nach Lukas (2,1) stellen die Geburt Christi in einen weltpolitischen Zusammenhang. Die uns vertrauten weihnachtlichen Motive von der Geburt des Retters und „Heilands“, der „Frieden auf Erden“ bringt, der von einer „Jungfrau“ geboren ist und dessen Zeichen ein „Stern“ ist: Sie waren in der Zeit, als die Evangelien des Neuen Testamentes entstanden, gut bekannt. Unter anderem aus dem römischen Kaiserkult.
Eine Inschrift, die im Jahr 9 vor Christus für eine Kalenderreform der Städte Kleinasiens in dem Ort Priene veröffentlicht wurde, spricht die Sprache des Kaiserkults: Dort ist die Geburt des Kaisers Augustus, des „Sohnes Gottes“, eine „Gottesgeburt“, die den „Heiland“ bringt und „Frieden“ schafft, der Anfang – so wörtlich auf Griechisch – aller „Evangelien“. Mit dem Geburtstag des Kaisers soll die neue Zeitrechnung beginnen. Auf dieser „Kalenderinschrift von Priene“, die 1899 aus einer Ausgrabung in die Antikensammlung nach Berlin kam, ist die Nähe zwischen der biblischen Erzählung von der Geburt Christi und dem Kaiserkult mit Händen zu greifen. Die neutestamentlichen Schriften deuten das alles um: Die Geburt Christi ist ein Ereignis, das wichtiger ist als alles, was ein römischer Kaiser jemals getan hat oder tun wird, das heilige Evangelium ist ein ganz anderes als das kaiserliche „Evangelium“ vom blutigen Sieg-Frieden, mit dem die römischen Kaiser die Welt unterwerfen.

Die Symbole des Kaiserkultes

Das vierte Hirtenlied des lateinischen Dichters Vergil malt die Ära des noch jungen Feldherren Octavian, der einmal der Kaiser Augustus werden soll, schon 40 vor Christus in den Farben eines „Goldenen Zeitalters“. Auch dort erscheinen eine Jungfrau und ein Kind, mit dem eine neue Ära beginnt. – Seit bei den Begräbnisfeierlichkeiten für Julius Cäsar ein Komet am Himmel erschien, gilt der „Stern“, speziell auf Münzen, als Zeichen der Göttlichkeit des Kaisers.
In den Geburtsgeschichten tauchen die Symbole des Kaiserkults wieder auf, so als wollten Lukas und Matthäus sagen: Unser Christus übertrifft den selbst ernannten Herrn der Welt in Rom, schon mit seiner Geburt. Christus ist der Heiland, der Frieden bringt. Sie nehmen dabei auch Bezug auf prophetische Bilder der hebräischen Bibel. Die frühchristlichen Evangelien kritisieren auf diese Weise den Herrscherkult, dem die Gesellschaften des 1. Jahrhunderts wie selbstverständlich folgen. – Im 4. Jahrhundert wenden sich die römischen Kaiser dann dem Christentum zu. Besser gesagt: Sie vereinnahmen es. Am Feiertag des Schutzgottes der Kaiser wird nun auch der Geburt Christi gedacht: am 25. Dezember. Die frühchristliche Kritik, die die Elemente des Kaiserkults umdeutet, wird missverstanden. Die Christgeburt wird politisch instrumentalisiert. Daraus entsteht das Weihnachtsfest. Bis heute versuchen politische Kräfte immer wieder neu, die Weihnachtssymbolik für sich zu beanspruchen und umzudeuten. Das geschah besonders in den Diktaturen des 20. Jahrhunderts, vor allem während der Herrschaft der Nationalsozialisten (1933 bis 1945).
Die Kritik an den Mächtigen und ihrer Verehrung in der Geschichte von der Geburt Christi ist dabei fast verloren gegangen. Mit der Präsentation der Originale aus der Zeit Jesu möchte das Bibelhaus Erlebnis Museum in der Sonderausstellung „Krippenkind und Kaiserkult“ (10. Oktober 2012 bis 13. Januar 2013) den Blick dafür schärfen, wie sehr die biblischen Texte in politische und gesellschaftliche Gegebenheiten hineinsprechen. Die „Kalenderinschrift von Priene“ ist während der Ausstellung zum ersten Mal seit ihrer Entdeckung öffentlich zu sehen.

Von Veit Dinkelaker

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Foto: Zee (fotolia)

 

Weihnachten in anderen Religionen

Bei den anderen mitfeiern - das Weihnachtsfest aus der Perspektive anderer Konfessionen

Was bedeutet das Weihnachtsfest für Menschen anderen Glaubens? Was denken Muslime über Weihnachten? Aus welcher Perspektive blicken Juden auf Jesus? Wie verändert die Globalisierung unsere Feste? Antworten darauf von Pfarrer Dietmar Burkhardt.

Vor ein paar Jahren war ich in Beirut, der Hauptstadt des Libanon. Es war im November während der letzten Tage des muslimischen Fastenmonats Ramadan. Jeden Abend, sobald die Sonne unterging und die Zeit des Fastenbrechens kam, wurde die eingeschaltet. Dann tauchten Monde und Sterne sowie allerlei Pflanzen- und Tierornamente die belebten Straßen in ein Lichtermeer.
Dann war der Ramadan vorüber, das Leben ging wieder seinen gewohnten Gang. Aber prompt zum ersten Advent begann das Lichterschauspiel von Neuem: dieselben Lichterketten, das gleiche bunte Licht, doch nun als Symbole für die bevorstehende Geburt des Jesuskinds.
Weihnachten feiern die Muslime nicht, aber Jesus ist trotzdem sehr wichtig für sie. Er gehört in die Reihe der Propheten, die Gott im Laufe der Geschichte erwählt hat, so sagt es der Koran. Der Koran nennt ihn „Jesus, der Sohn Marias“. Für Muslime ist Jesus nicht der Sohn Gottes, aber der Sohn einer Jungfrau.
Meine muslimischen Freunde freuen sich jedenfalls mit mir über die Geburt Jesu, aber nicht weil es ihr Fest ist, sondern meines. Dazu gratulieren sie mir ebenso, wie ich Ihnen alles Gute zum Fastenbrechen wünsche.

Die jeweils eigene Perspektive auf Jesus
Für jüdische Gläubige gilt Ähnliches. Sie feiern ebenfalls nicht Weihnachten, für sie ist Jesus nicht der Messias. Doch in den letzten Jahren interessieren sich auch manche Juden für Jesus. Sie sehen in ihm den jüdischen Lehrer der Thora, der er ja auch war.
So haben Judentum, Christentum und Islam, die sich auf den gemeinsamen Stammvater Abraham berufen, ihre jeweils eigene Perspektive auf Jesus. Und fragt man Hindus oder Buddhisten, was sie über Weihnachten denken, so sagen auch manche von ihnen, Bethlehem sei ein ganz wichtiger Mensch auf die Welt gekommen.
Aber man muss sich gar nicht anderen Religionen zuwenden, um verschiedene Blicke auf Weihnachten zu beobachten. Auch Christen aus unterschiedlichen Traditionen begehen Weihnachten auf ihre eigene Weise. Manche arabische evangelische Christen tun es den orthodoxen Christen gleich und feiern den Geburtstag Jesu erst am Dreikönigstag, dem 6. Januar. Bei ihnen steht die Krippe nicht in einem Stall, sondern in einer Höhle. Ursprünglich stellten sie auch keine Weihnachtstanne auf, mittlerweile gehört eine künstliche Tanne aber auch bei ihnen fast schon zum Standard.
Jede Kultur feiert Weihnachten mit eigenen Bräuchen. Und wie auch nicht: Jesus will zu allen Menschen kommen, gleich welcher Kultur sie angehören.

Die Feste der anderen mitfeiern
Im Zeitalter der Globalisierung, in dem sich die Kulturräume immer mehr durchdringen, vermischen sich auch die Bräuche. Sie wandern von der einen zur anderen Religion: Eine jüdische Freundin erzählte mir, ihre Enkel, die mit ihren Eltern in New York lebten, hätten darauf bestanden, an Weihnachten einen Weihnachtsbaum aufzustellen, weil das ihre christlichen Freunde auch täten. Also gab es am 25. Dezember – dann wird in den USA Weihnachten gefeiert – kleine Geschenke und daneben brannten auch die Kerzen auf dem Chanukka-Leuchter.
Je mehr Menschen unterschiedlicher Religionen und Konfessionen zusammenleben und voneinander wissen, desto mehr Menschen feiern die Feste der anderen Religion mit – und zwar gern. Am schönsten ist es, wenn Angehörige anderer Religionen einen zu einem ihrer Feste einladen, zum Beispiel zum islamischen Fastenbrechen oder auch zum jüdischen Chanukka, dem Lichterfest. Es wird 2012 übrigens ab dem 9. Dezember gefeiert.
Also: Warum laden Sie dieses Jahr nicht auch einmal Menschen zu Ihrem Weihnachtsfest ein, die selbst nicht Weihnachten feiern? Auch in ihrem Bekanntenkreis gibt es sicher Menschen anderer Religionen: Juden, Muslime, Hindus oder Buddhisten.

Pfarrer Dietmar Burkhardt, Forschungsprojekt „EKHN als Einwanderungskirche“,
Goethe-Universität Frankfurt, Fachbereich Evangelische Theologie, und Evangelisches Dekanat Frankfurt-Höchst

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Unterrichtsmaterial

„An Weihnachten gefällt mir … – Werbung für das Fest“

Eine Einheit für die Konfirmandenarbeit. Dauer: 90 Minuten, geeignet für die wöchentliche Arbeit oder als Baustein für den längeren Blockunterricht

Trotz aller Kommerzialisierung trägt Weihnachten einen Zauber in sich, der viele Kinder und auch Erwachsene anzieht. Oft lässt sich gar nicht genau sagen, was ihn ausmacht, aber er hat viel mit Stimmungen und dem ganzen Drumherum zu tun, das mit Weihnachten verbunden ist. Dem nachzugehen und die Verbindungen zum religiösen Gehalt des Festes aufzuspüren, ist ein Ziel dieser Einheit für die Konfirmandenarbeit (KA). Diese Aufgabenstellung greift eine Intention der Impulspost zum Thema „Weihnachten“ der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) auf. Ein Motiv daraus soll auch den Jugendlichen Anstöße dazu geben, sich über die Gestaltung einer eigenen „Werbung für Weihnachten“ Gedanken zu machen. Darin kommt auch etwas davon zum Ausdruck, welche religiöse Bedeutung Weihnachten für sie hat.

zum Download (WORD)

„Weihnachtskrippe mit biblischen und eigenen Figuren“

Eine Einheit für die Konfirmandenarbeit. Dauer 90 Minuten, geeignet für die wöchentliche Arbeit oder als Baustein für den längeren Blockunterricht

Viele Beteiligte stellen bei den Konfirmandinnen und Konfirmanden einen Traditionsbruch fest und eine zunehmende Entfremdung gegenüber den biblischen Texten. So kennen viele Jugendliche auch die Weihnachtsgeschichte nur bruchstückhaft. Diese Einheit der Konfirmandenarbeit (KA) unterstützt die Jugendlichen dabei, die Überlieferungen von der Geburt Jesu genauer wahrzunehmen, sowohl durch Texte als auch durch die Aufstellung von Figuren in Szenen der Weihnachtskrippe. Auch Konfis, die mit der Handlung vertraut sind, können über die Beschäftigung mit den verschiedenen Texten im Matthäus- und Lukasevangelium die unterschiedlichen biblischen Traditionen kennenlernen.

zum Download (WORD)

Gott schenkt uns seinen Sohn

2. Schuljahr
Anne Klaaßen, Religionspädagogisches Institut (RPI) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

Uns allen und auch fast allen Kindern sind die Weihnachtsgeschichten bekannt, auch wenn sie sonst nur über wenig religiöses Wissen verfügen. Dennoch ist es uns vor allem in der Grundschule wichtig, den Kindern jedes Jahr aufs Neue die Geschichte von Jesu Geburt zu erzählen und sie ihnen nahezubringen.
Diese Unterrichtseinheit knüpft an die Erfahrungen der Grundschulkinder an: Sie erinnern sich an die Geburt eines Geschwisterchens oder eines Kindes von Freunden oder Verwandten. Im ersten Schritt soll auf die Gedanken und Sorgen eingegangen werden, die Eltern vor der Geburt ihres Kindes bewegen, und auf die Besuche, Wünsche und Geschenke zur Geburt. Die eigene Geburt kann durch die Erzählungen der Eltern und entsprechende Babyfotos lebendig werden.
Ausgehend von diesen Vorerfahrungen der Kinder sollen im zweiten Schritt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu Jesu Geburt bewusst werden: Jesus kam genau wie wir alle als Mensch zur Welt. Wie wir ist er als Kind von seiner Mutter geboren worden. Darüber hinaus erzählen die biblischen Weihnachtsgeschichten von Umständen und Ereignissen, die zeigen, dass er mehr als ein Mensch war: Von Anfang an war er Gottes Sohn.

zum Download

zum Download Babyfotos

Warten auf den neuen König

3. Schuljahr
Anne Klaaßen, Religionspädagogisches Institut (RPI) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

Mit dem Bild des Königs verknüpfen sich die Hoffnungen des Volkes Israel seit alters her. Gott hat sich am Sinai offenbart als der Gott, der der ausschließliche Gott seines Volkes sein will. So fordert das erste Gebot: „Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, du sollst keine anderen Götter neben mir haben.“Diese Botschaft hat das Volk Israel über lange Zeit so verstanden, dass Gott sein Volk wie ein König führt. Erst unter dem politischen Druck der umliegenden Völker   sah sich der ursprünglich lockere Verbund von Stämmen dazu gezwungen, einen König einzusetzen. Saul und David werden von Samuel gesalbt und über die Stämme Israels gesetzt. Eine Verheißung verspricht dem Königshaus David ewigen Bestand (siehe 2. Samuel 7,13). Trotz aller politischen Wirren um das kleine Reich Israel, vor und nach der Zerstörung des Tempels im Jahre 586 vor Christus, in der Zeit des Exils und danach bleibt diese Hoffnung auf einen König aus dem Hause Davids lebendig. So sprechen die Propheten in immer neuen Bildern von einem König, durch den Gott sein Reich auf Erden errichten wird. Gott selbst wird diesen König senden, Gottes Gerechtigkeit wird gelten, er wird unter seinem Dach wohnen. Der christliche Glaube sieht in Jesus Christus diesen verheißenden König, als angekündigten Messias, als den Retter.
Ob auch Kinder diesen Weg gehen können? Ob sie einen Bezug herstellen können zwischen den Prophezeiungen und Bildern des Alten Testaments, den dort beschriebenen Erwartungen an einen Messias, den „neuen König“ und dem bevorstehenden Weihnachtsfest, an dem wir die Geburt des Jesuskinds feiern?

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Weihnachten an der Krippe

3./4. Schuljahr
Anne Klaaßen, Religionspädagogisches Institut (RPI) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

Die älteren Schüler der Grundschule haben bereits eigene Erfahrungen mit dem Thema Weihnachten gesammelt. Jenseits des Religionsunterrichts und der biblischen Erzählung sind ihnen verschiedene Traditionen und Bräuche begegnet, die aber selten hinterfragt werden. Gerade in den höheren Jahrgangsstufen, in denen sich die Kinder langsam von der Märchenwelt des Weihnachtsmanns und des Christkinds lösen, gilt es nun, neue Ansätze und Zugänge zu einem neuen Verständnis anzubieten. Die Einheit stellt deshalb ganz bewusst nicht die klassische Weihnachtsgeschichte in den Vordergrund, sondern hinterfragt Traditionen und Brauchtum rund um die Krippe. Sie diskutiert ihre Bedeutung, Entstehung und Ausprägung und sie verbindet sie mit den biblischen Weihnachtserzählungen. Dieser Weg erfordert ein neues Hinsehenund Hinwenden zu dem scheinbar so Vertrauten.

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Alle drei Unterrichtseinheiten stammen aus dem Heft „Nun sei uns willkommen – Advent und Weihnachten entdecken, bedenken, feiern (Grundschule)“ der Reihe „Schönberger Impulse“ . – Mit freundlicher Genehmigung des Diesterweg-Verlags.

Schönberger Impulse. Praxisideen Religion.

Nun sei uns willkommen - Advent und Weihnachten entdecken, bedenken, feiern

Herausgegeben von Anne Klaaßen, RPZ Schönberg (jetzt RPI der EKHN)
unter Mitarbeit von Sandra Abel, Annette Dürr, Ute Ehlenberger, Edda Herbert und Eleonora Kerstan
 
Advent und Weihnachten entdecken, bedenken, feiern – dazu lädt diese Arbeitshilfe ein. Sie entfaltet die biblischen Wurzeln des Weihnachtsfests anhand der Weihnachtsgeschichten nach Lukas und Matthäus und bearbeitet sie vertieft Schuljahr für Schuljahr. Die Unterrichtsimpulse zeigen auf, wie sich im Laufe der Grundschulzeit vom ersten Hören der Weihnachtsbotschaft an ein theologisch deutendes Verständnis anbahnen lässt. So werden die Grundschülerinnen und Grundschüler von Anfang an angeleitet, hinter den „einfachen“ Geschichten die Erzählabsicht der Evangelisten und die gute Nachricht von Weihnachten zu entdecken.
Mit kreativen Methoden hilft die Anleitung den Kindern, sich die biblischen Texte anzueignen. Dazu bietet das Heft Erzählvorlagen, Arbeitsblätter, Mal- und Bastelaufträge, Vorschläge für das Legen von Bodenbildern, Ideen für ein Schattenspiel und Material für eine Stationenarbeit. Am Ende jeder Einheit gibt es Impulse für eine Advents- oder Weihnachtsfeier. Ein kleines Lexikon zum Thema Weihnachten vervollständigt die Unterrichtsanregungen. Alle Bausteine sind mehrfach erprobt.

Inhaltsverzeichnis
1. Schuljahr
„Auf dem Weg zur Krippe“
2. Schuljahr
„Gott schenkt uns seinen Sohn“
1./2. Schuljahr
„Adventskalender – Weihnachtsbräuche“
3. Schuljahr
„Warten auf den neuen König“
4. Schuljahr
„Tagebuch der Maria“
3./4. Schuljahr
„Weihnachten an der Krippe“ (Stationenarbeit)


ISBN: 3-425-07975-1, Preis: 16,95 Euro (Amazon); 16,50 Euro (EKHN)
Erhältlich im Buchhandel,
oder über amazon
oder im Onlineshop des RPI der EKHN

Erzählvorschlag: Wir haben seinen Stern gesehen

ab dem 10. Schuljahr
Monika Machold
(aus: Schönberger Hefte 4/98)
Die vorliegende Erzählung liefert unterhaltsame Informationen auf dem aktuellen Wissensstand über die „Weisen aus dem Morgenland“, die dem „Stern von Bethlehem“ folgten. Sie will damit anregen, die entsprechenden biblischen Kapitel Matthäus 2 und Lukas 2 „neu“ zu lesen. Sie stellt die Leser aber auch vor eine ganz andere Frage: Können wir heute – dank neuer Forschungsergebnisse oder mithilfe von Computersimulationen, wie sie die Geschichte aus dem Heft nahelegt – beweisen, dass Christus der Messias ist?

zum Download

Weihnachten feiern. Ein Projekt für den kompetenzorientierten Religionsunterricht in den Jahrgangsstufen 5 und 6

Von Gabriele Sies, Religionspädagogisches Institut (RPI) der EKHN

Das hier vorgestellte Projekt wurde als Anregung zur Umsetzung des neuen hessischen Kerncurriculums erarbeitet und ist Teil des vom Institut für Qualitätsentwicklung Hessen (IQ) veröffentlichten Leitfadens .

Für die Weihnachtsaktion der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) „Weihnachten ist Geburtstag“ wurde der Unterrichtsvorschlag weiterentwickelt und mit Material ergänzt.

Zum Download Projektbeschreibung (PDF)

Download Materialien:

M1 - Geburtstagsfeier – was ist damit gemeint? (PDF)

M2 - Geburtstagsfeier (Merry Birthday) – was ist damit gemeint? (PDF)

M3 - Die Geburt Jesu nach Lukas 2 (PDF)

M4 - Die Geburt Jesu nach Matthäus 1 (PDF)

M5 - Die Sterndeuter aus dem Osten nach Matthäus 2 (PDF)

M6 - Gemeindebrief-Werkstatt (PDF)

M7 - Erkläre die Postkarte (PDF)


 

 

Tipps der Medienzentrale


Medientipps Advent zum Download (PDF)

Medientipps Weihnachten zum Download (PDF)

Die Evangelische Medienzentrale der EKHN bietet über 2.500 Programme zur Ausleihe an. Eine Auswahl des Angebots für Advent und Weihnachten sowie weitere Informationen finden Sie in den PDF-Dokumenten.

Internet: www.medienzentrale-ekhn.de

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